Innenraumschadstoffe und Gerüche fachgerecht bewerten und sanieren

Gebäude müssen heute nicht nur energieeffizient, wirtschaftlich und langlebig sein, sondern auch hohe Anforderungen an Gesundheitsschutz, Innenraumhygiene, Nachhaltigkeit und Werterhalt erfüllen. Gleichzeitig rücken Innenraumschadstoffe, Ausgasungen und Gerüche zunehmend in den Fokus – sowohl im Neubau als auch im Gebäudebestand, bei Sanierungen und Rückbauprojekten. Dies betrifft alle Bauweisen, vom Holzbau bis zum Massivbau. Belastungen entstehen häufig nicht durch die Bauweise selbst, sondern durch Feuchtigkeit, ungeeignete Baustoffe, frühere Nutzungen oder eingetragene Schadstoffe. Durch fachgerechte Messungen und Untersuchungen lassen sich Ursachen frühzeitig erkennen, Risiken bewerten und gezielte Sanierungskonzepte entwickeln. Dies ermöglicht den Erhalt wertvoller Bausubstanz, vermeidet unnötige Eingriffe und schafft die Grundlage für gesunde und dauerhaft nutzbare Innenräume.

Dieses Forum vermittelt aktuelles Fachwissen aus der baubiologischen und gutachterlichen Praxis und zeigt anhand konkreter Fallbeispiele bewährte Untersuchungs-, Bewertungs- und Sanierungsstrategien auf.

Im Fokus stehen Innenraumschadstoffe in Baustoffen, Holz, Holzwerkstoffen, Beschichtungen und Holzschutzmitteln sowie professionelle Verfahren der Geruchsprüfung in Innenräumen. Vorgestellt werden aktuelle Bewertungsmaßstäbe des Umweltbundesamtes, moderne Messverfahren und innovative Sanierungsmethoden bei Schadstoff- und Geruchsbelastungen.

Die Veranstaltung zeigt praxisnah, wie durch qualifizierte Messungen und gezielte Sanierungen die Innenraumqualität nachhaltig verbessert, Geruchsprobleme zuverlässig beseitigt, wertvolle Bausubstanz erhalten und Gebäude langfristig wirtschaftlich gesichert werden können. Damit wird deutlich: Fachgerechte Untersuchungen und Sanierungen sind eine Investition in Gesundheit, Nachhaltigkeit und den dauerhaften Werterhalt von Immobilien.

Das Bauzentrum München dankt Pamela Jentner für die fachliche Leitung bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung sowie für die Moderation.

Diese Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Verband Baubiologie e.V. und der STIFTUNG Baubiologie.Architektur.Umweltmedizin.

Programm

14.00

Einführung und Moderation
Pamela Jentner, Dipl.-Biol., Baubiologin IBN, OrangePEP GmbH, Freising, Verband Baubiologie e.V., STIFTUNG B.A.U.

14.10

Schadstoffe und Wiederverwendung im Holzbau
- Natürliche Holzemissionen, VOCs aus Verarbeitung
- Prozesskette vom Bauteil zur Maßnahme
- Bestandsaufnahmen, Entscheidung Wiederverwendung oder Entsorgung
Dr. Andrea Burdack-Freitag, Sachverständige für Innenraumschadstoffe und Geruchsbelastungen, ö.b.u.v., Wenzenbach

14.50

Häufige Schadstoffe in Innenräumen
- Analytik und Bewertung nach aktuellen Richtwerten
- Bedeutung für Zertifizierungen und Sanierungsbedarf
Mariola Szyrlewski, Analytik Institut Rietzler, Fürth

15.30

Pause

15.40

Zunehmende Geruchsbelastungen in Gebäuden
- Geruchsquellen in Holz- und Massivbauten sicher identifizieren 
- Professionelle Geruchsprüfung als Bewertungsgrundlage für Sanierungsbedarf und -erfolg
Dr. Andrea Burdack-Freitag, Sachverständige für Innenraumschadstoffe und Geruchsbelastungen, ö.b.u.v., Wenzenbach

16.20

Holzschutzmittel in alten Dachstühlen und Holzkonstruktionen
- Belastungen erkennen und bewerten 
- Innovatives Sanierungsverfahren mit CycloPlasma, mit Blick auf den Denkmalschutz
Michael Schmidt, Staatl. geprüfter Restaurator, ObjectAID GmbH, München

17.00

Ende der Veranstaltung

Informationen zur Veranstaltung

Beginn der Veranstaltung 23.07.2026 14:00
Ende der Veranstaltung 23.07.2026 17:00
max. Teilnehmer Unbegrenzt
Veranstaltungsort Veranstaltungsort – Online